Termine  

Fledermausfest2017 DIN A3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fledermausführungen

Zurzeit noch keine Führungstermine für 2017

Termine für Gruppenführungen  (Betriebsfeiern, Weihnachts-feiern o.ä. mit mindestens 10 Personen) sind weiterhin buchbar.

Anmeldung unter

030/36750061
oder Mail: info@bat-ev.de erforderlich!
Plätze begrenzt!
Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 Floßfahrten

Floßfahrten z.Zt. nur bei Großveranstaltungen und für kleine Gruppen

Ab November kein Floßbetrieb mehr.

   

Über Uns  

   

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Derzeit haben die Mitglieder von Bat e.V. wieder ein gewisses Schlafdefizit. Der beginnende Herbst ist eine gute Zeit, zu erforschen, welche Fledermäuse in bestimmten Lebensräumen unterwegs sind. Bei den Kontrollen der Wochenstuben im Sommer oder den Schlafplätzen im Winter werden die Tiere eher stationär in ihren Lebensräumen angetroffen.

Mitarbeiter von BAT beim Netzfang von FledermäusenWährend des Herbstes findet der Fledermauszug statt. Hier ist die Chance groß, beringte Tiere bei ihren Wanderungen zu finden und die Zugwege zu erforschen. Es ist aber auch die Zeit des Schwärmens, der Paarung und der Erkundung von potentiellen Winterschlafplätzen.

In dieser Zeit können die Fledermäuse in ihrer aktiven Phase mit speziellen Netzen gefangen werden. Vorrausetzung ist hierfür eine entsprechende Genehmigung der Naturschutzbehörde. Ohne Erlaubnis dürfen keine Fledermäuse gefangen werden.

 

In diesen Wochen zieht es uns an einen See in der Nähe von Rüdersdorf. Hier ist auf einem brachliegenden Gelände einer alten Ziegelei die Errichtung von Wohnhäusern geplant. Um bereits in der Planungsphase die Bedürfnisse der Fledermäuse zu berücksichtigen, möchten der Bauherr und die Genehmigungsbehörde wissen, welche Arten in diesem Lebensraum unterwegs sind und wie die Habitatnutzung ist.

Im dichten Unterholz finden wir die letzten Gebäudereste mit den Gewölben in denen Fledermäuse bisher ihr Quartier finden. Es ist so verwinkelt und schwer zugänglich, dass nur einige Exemplare des Großen Mausohrs und der Wasserfledermäuse zwischen den Steinen und in den engen Schächten zu finden sind. Wir wollen wissen, was hier noch unterwegs ist.

Vor Einsetzen der Dämmerung treffen wir uns vor Ort um unsere Netze aufzustellen. Lange Teleskopstangen werden mit Bodenankern aufgestellt, dazwischen werden große feinmaschige Netzte aufgezogen. Unser größtes Netz ist ein so genanntes Hochnetz und misst 8 x 8 Meter. In den Gewölben und an dichter bewachsenen Stellen werden kleinere Netze aufgespannt. Die dünnen Netze sind einem starken Verschleiß ausgesetzt, sie werden von den gefangenen Tieren schnell beschädigt. Stabilere Netze wären ungeeignet, sie wären von den Fledermäusen schneller zu bemerken und auch Verletzungen wären bei stabileren Netzen nicht auszuschließen.

In unserem Eine Fledermaus wird behutsam aus dem Netz befreitFanggebiet haben wir spannende Ergebnisse erzielt und konnten insgesamt elf verschiedene Arten feststellen:

Fang mit kleinem Netz im gewölbeKleiner und Großer Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Großes Mausohr, Mopsfledermaus, Zwerg- und Mückenfledermaus, Wasser-fledermaus, Fransenfledermaus, Rauhautfledermaus und Braunes Langohr.
Für die Beurteilung des Quartiers sind aufgrund ihres strengen Schutzstatus besonders das Große Mausohr und die Mopsfledermaus von Bedeutung. Am seltensten haben wir jedoch den Kleinen Abendsegler in der Hand. Interessant ist auch die Beobachtung, dass in den Gewölberäumen in denen sichtbar nur wenige Tiere in den Nischen sitzen ein Vielfaches mit dem Netz gefangen werden konnte. Hier wäre es also ein fataler Fehler, sich bei der Beurteilung der Bedeutung eines Quartiers lediglich auf die Tiere zu beschränken, die schnell mit dem bloßen Auge zu erkennen sind.
Einige der gefangenen Tiere sind alte Bekannte: Die Ringnummern sind teils mehrere Jahre alt, der Ort der Markierung teils mehr als Hundert Kilometer entfernt. Somit wird die weitere Auswertung sicher noch viele tolle Erkenntnisse bringen.

   
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